Sonnabend, 23. März 2019:

Forst und das Mammut von Klinge

Exkursionsleitung: Dr. Hans-Joachim Pohl

Abfahrt: 8.00 Uhr Hauptbahnhof, Washingtonplatz/Ella-Trebe-Str.
8.20 Uhr S-Bahnhof Tempelhof, Nordausgang
Rückkehr: ca. 20.00 Uhr

Am Rande des aus einem Tage­bau­rest­loch ent­stehen­den Klinger Sees wurde 2008 das Frei­licht­museum „Zeit­sprung“ eröffnet. Schon vor dem Braun­­kohle­­tage­bau wurde bei Klinge Ton abgebaut. Dabei stieß man um 1900 auf die Geweih­schaufel eines Riesen­hirsches und ein fast voll­stän­dig er­hal­tenes Mammut­­skelett. Ein Gelände­schnitt ermöglicht im „Zeitsprung“ darüber hinaus Ein­blicke in die Erd­ge­schichte, als in einer relativ kurzen Periode zwischen den beiden letzten Kalt­zeiten (Saale- und Weichsel-Kaltzeit) für ca. 13 000 Jahre die Eem-Warm­zeit in unserer Region ganz andere Lebens­möglichkeiten bot.
Nach dem Mittagessen im „Urwald“ besuchen wir die Forster Stadt­kirche St. Nikolai, wo wir durch die Grab­lege des Grafen Heinrich von Brühl, „Lieb­lings­feind“ des „Alten Fritz“, daran erinnert werden, dass die Nieder­lausitz bis 1815 zu Sachsen gehörte. Der Altar­raum mit einem „Glas­­vorhang“ und die Chor­fenster wurden im 21. Jh. von dem Glas­künstler Helge Warme geschaffen.
Schon seit dem 15. Jh. war in Forst das Tuchmachergewerbe ein wichtiger Erwebs­zweig, der seit dem 18. Jh. das Leben in der Stadt bis in die Neuzeit prägte. Daran erinnert das Branden­­burgi­sche Textil­­museum in einer ehe­maligen Tuch­fabrik. Um die Dampf­­maschinen der Tuch­fabriken ausreichend mit Kohle zu versorgen, entstand Ende des 19. Jh. eine Schmalspurbahn, die „Schwarze Jule“, deren Spuren noch heute in der Stadt sichtbar sind. Eine der Lokomo­tiven ist als technisches Denkmal erhalten.

Busfahrt, Reiseleitung, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Eintritts- und Führungsgelder
Preis pro Person: 59,50 €