Sonntag, 14. Oktober 2018:

Jüdisches Leben in der Mark: Müncheberg und Seelow

Exkursionsleitung: Dr. Hans-Joachim Pohl

Abfahrt: 9.00 Uhr Hauptbahnhof, Washingtonplatz/Ella-Trebe-Str.
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr

Unter König Friedrich Wilhelm I. durften sich in den 1730er Jahren auch in Münche­berg wieder Juden ansiedeln. Etwa 20 Jahre später war die Anlage eines Fried­hofs erforder­lich, was 1756 erfolgte. Dieser außerhalb der Stadt gelegene Friedhof ist noch heute vorhanden. Der älteste erhal­tene Grab­stein stammt aus dem Jahr 1763.
Auch in Seelow hat es eine jüdische Gemeinde gegeben, von der aller­dings heute keine Sach­zeug­nisse mehr vorhanden sind. Erhalten hat sich aber die Anlage des „Schweizer­hauses“, das Mitte des 19. Jahr­hunderts als Ausflugs­gast­stätte entstand. 1919 erwarb der Berliner Bankier Hugo Simon (1880–1950) das Schweizer­haus sowie angrenzende Flächen und baute ein land­wirt­schaft­liches Muster­gut auf. 1933 wurde das Gut vom preußi­schen Staat beschlag­nahmt und an das Staat­liche Versuchs­gut Lands­berg a. W. (heute Gorzów Wielko­polski) übergeben. Im Zuge der Boden­reform wurde die Guts­anlage als Volks­eigenes Gut (VEG) Garten­bau Seelow weiter­geführt. 1990 stellte die Erben­gemein­schaft Simon den Antrag auf Rück­über­tragung des gesamten Areals. Im Jahr 2010 kaufte die Stadt Seelow das Areal, und der Heimat­verein „Schweizer­haus Seelow“ begann mit der schritt­weisen Sanie­rung der Simon­schen Anlagen, wovon wir uns nach einer kleinen Wande­rung durch die Seelower Höhen bei einer Führung über­zeugen können.

Busfahrt, Reiseleitung, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Eintritts- und Führungsgelder
Preis pro Person: 55,00 €